ph Wert
Gesundheit

Sauer macht nicht immer lustig

Der Säure-Basen-Haushalt im Körper

In unserem Körper finden täglich tausende physiologische Abläufe statt, die meisten davon in einem wässrigen Milieu. Sei es unser Blut- und Kreislaufsystem, unsere Verdauung, die Tätigkeit von Enzymen und Hormonen, die Reizleitung im Nervensystem oder unser Zellwachstum – all das passiert nur, wenn ausreichend Flüssigkeit in unserem Organismus vorhanden ist. Diese Flüssigkeit in unseren Körpersubstanzen enthält Säuren und Basen gleichermaßen – man spricht vom sogenannten „Säure-Basen-Haushalt“.

Das Verhältnis der beiden Komponenten zueinander ist eine wichtige Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit unseres Organismus und lässt sich anhand des ph-Wertes bestimmen. Das menschliche Blut hat beispielsweise einen pH-Wert, der idealerweise zwischen 7,35 und 7,44 liegt, also in einem leicht basischen Bereich. Bis auf den Magen sind auch die meisten anderen Sekrete und Organe in unserem Körper leicht basisch – die ideale Voraussetzung für die Funktionstüchtigkeit unseres Organismus! Als sauer gilt übrigens ein ph-Wert von unter 7, während ein Wert von über 7 bis 14 eine Base anzeigt.

Dabei wird Säure auch in gesunder Verfassung bei ganz normalen Stoffwechselvorgängen, wie etwa der Energiegewinnung oder der Verdauung, produziert. Auch durch unsere Ernährung oder stressbedingt wird den Körperflüssigkeiten und Organen regelmäßig Säure zugeführt. Diese überschüssige Säure wird dann durch verschiedene Mechanismen neutralisiert bzw. ausgeschieden: Zum Beispiel über die Nieren, die Lunge, unsere Leber oder über unsere Haut, wenn wir schwitzen. Das wässrige Milieu in unserem Körper wird so konstant basisch gehalten.

Was bedeutet „Übersäuerung“?

Wenn unser Organismus die Balance zwischen Säuren und Basen nicht mehr ausgleichen kann, spricht man von „Übersäuerung“ (oder fachsprachlich „chronisch latente Azidose“ genannt). Hierbei nimmt der Säureanteil in den Körperzellen und Organen überhand, sodass anstatt eines basischen Milieus ein saures Milieu herrscht.

Kurzzeitig tritt im menschlichen Organismus immer wieder eine Übersäuerung auf, zum Beispiel nach intensiven sportlichen Aktivitäten, ernährungsbedingt oder bei Stress und psychischen Belastungen. Auch Alkohol und Nikotin kurbeln die Säurebildung an. Eine kurzweilige Belastung kann unser Körper in der Regel ausgleichen. Sind die körpereigenen Puffersysteme jedoch überstrapaziert, stoßen sie an ihre Grenzen und können eine langfristige Übersäuerung nicht mehr kompensieren.

Erste Anzeichen einer Übersäuerung können sein:

  • Allgemeine Beeinträchtigung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens
  • Nervosität
  • Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Antriebslosigkeit

Langfristig kann eine Übersäuerung auch gesundheitliche Folgen haben. Denn den Überschuss an Säure, welcher unser Organismus aufgrund von Überforderung nicht mehr ausscheiden kann, lagert er in Form von Schlacken (neutralisierte Säuren) in den Organen, in den Gelenken oder den Blutgefäßen ab. Nierensteine, Gallensteine, Blasenentzündungen, Arthrose und Gicht können die Folge sein. Zudem können chronische Erkrankungen wie beispielsweise Bluthochdruck oder sogar Verengungen der Gefäße auftreten, die ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle nach sich ziehen. Auch im Bindegewebe lagert der Körper Schlacken ab, wo sie unschöne Falten und Cellulite hervorrufen.

Die Balance finden: Wie Sie eine Übersäuerung erfolgreich vermeiden

Der Säure-Basen-Haushalt wird maßgeblich durch unsere Ernährung beeinflusst. Neben Eiweiß, Kohlenhydraten und Fetten liefern unsere Nahrungsmittel nämlich auch Mineralien, die entweder säurebildend oder basenbildend sind. Zu den säurebildenden Mineralien zählen unter anderem Schwefel, Phosphor, Chlor und Jod. Bei der Verstoffwechselung dieser Mineralien entstehen die Säuren Schwefelsäure, Salzsäure und Phosphorsäure. Zu den basenbildenden Mineralien zählen beispielsweise Kalium, Natrium, Calcium, Magnesium und Eisen.

Einer Übersäuerung des Körpers begegnet man also am besten mit einer langfristigen Umstellung der Ernährungsgewohnheiten. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie keine Lebensmittel mehr zu sich nehmen dürfen, die sogenannte „Säurebildner“ sind – denn nicht alle Säurebildner sind automatisch schlecht für den Körper. Langfristig sollten Sie jedoch versuchen, tendenziell mehr basenbildende als säurebildende Lebensmittel zu sich zu nehmen. Konkret bedeutet das: 70% basenbildende Lebensmittel, 30% säurebildende Lebensmittel. Die folgende Tabelle kann Ihnen dabei behilflich sein:

Basenbildner:

  • Gemüse
  • Kartoffeln
  • Blattsalate
  • Pilze, Sprossen und Keimlinge
  • frische Kräuter
  • reifes Obst
  • Mandeln, Paranüsse, Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne
  • Mineralwasser sowie frisch gepresste Obst- u. Gemüsesäfte

Säurebildner:

  • Fleisch und Wurstwaren
  • Fisch
  • Meeresfrüchte
  • Eier
  • Teig- und Backwaren
  • Zucker, Süßigkeiten und Weißmehl
  • Milch und Milchprodukte, z.B. Quark und Käse
  • Nudeln
  • Linsen
  • Getreide
  • Cola und andere Softdrinks
  • Kaffee, Alkohol und Nikotin
  • Synthetische Lebensmittelzusatzstoffe, wie z.B. Geschmacksverstärker, Farbstoffe und Konservierungsstoffe

Übrigens: Ob ein Lebensmittel im Körper sauer oder basisch reagiert, hat erst einmal nichts mit seinem Geschmack zu tun. Auch sehr sauer schmeckende Lebensmittel wie Zitronen oder Johannisbeeren wirken basisch, während sehr neutral schmeckende Lebensmittel wie zum Beispiel Laugenbrezeln säurebildend wirken können.

Aber auch Stress, vor allem dauerhafter, chronischer Stress, kann zur Übersäuerung beitragen. Denn unser Körper schüttet unter Stress die Hormone Cortisol und Adrenalin aus. Diese sorgen dafür, dass der normale Stoffwechsel ins Schlingern gerät. Die Verdauung wird gedrosselt, Leber und Nieren arbeiten nur noch eingeschränkt, Herzschlag und Blutdruck werden erhöht, wir leiden unter Muskelanspannungen, die Atemfrequenz steigt und gleichzeitig nimmt die Atemtiefe ab. Folglich wird die Ausscheidung der überschüssigen Säuren erschwert und der Abbau der produzierten Stresshormone endet wiederum in der Bildung einer Säure.

Leichtes Ausdauertraining und regelmäßige Bewegung an der frischen Luft hingegen wirken sich positiv auf den Säure-Basen-Haushalt aus. Denn unser Stoffwechsel wird angekurbelt und über den Schweiß kann unser Körper überschüssige Säuren bequem loswerden. Auch die Lunge leistet einen nicht zu unterschätzenden Beitrag bei der Entsäuerung: In Form von Kohlendioxid atmen wir den ganzen Tag über große Mengen an Säuren aus – durch sportliche Aktivitäten wird dieser Prozess intensiveiert.

Ein Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt geht auch oft mit einem chronischen Mineralstoffmangel einher. Insbesondere die basisch wirkenden Mineralien Calcium und Magnesium, die die Säuren in unserem Organismus neutralisieren, werden übermäßig verschlissen.

Sind auch Sie übersäuert?

Wenn Sie wissen möchten, wie es um Ihren persönlichen Säure-Basen-Haushalt bestellt ist, können Sie den Grad Ihrer Übersäuerung ganz leicht mit einem ph-Test-Streifen ermitteln. Liegt der Wert unter 7, liegt eine Übersäuerung vor.

Wirken Sie bereits einer leichten und anfänglichen Übersäuerung durch eine ausgewogene, basisch wirkende Ernährungsweise in Kombination mit viel Bewegung entgegen. Unterstützen können hierbei auch speziell für eine basische Ernährung geeignete Nahrungsergänzungsmittel.

Unser Tipp: Basosyx Tabletten von Klosterfrau. Das Nahrungsergänzungsmittel unterstützt den Körper bei der Regulierung des Basen-Säure-Haushaltes und versorgt Sie mit wichtigen Mineralstoffen. Zudem ist Basosyx frei von Laktose, Gluten und Gelatine. Ein Test-Streifen zur Ermittlung Ihres ph-Wertes ist in der Packung bereits enthalten.