Kollagen in der Anti-Aging Kosmetik
Körper und Seele

Kollagen

Kollagen – ein Begriff, den man mit unserer Haut, der Hautalterung und Kosmetik in Verbindung bringt. Doch was genau hat Kollagen in unserer Haut für eine Aufgabe? Und können wir uns jung halten, wenn wir unseren Körper mit Kollagen-Produkten versorgen?

Was ist Kollagen und was macht es in unserem Körper?

Kollagene sind Eiweiße, die überall in unserem Körper, vor allem aber im Bindegewebe, vorkommen. Je nach Aufgabe gibt es unterschiedliche Kollagentypen mit unterschiedlicher Beschaffenheit. Kollagen ist der wichtigste Faserbestandteil im Gewebe und dient dort als Stützgerüst. Es ist verantwortlich für die Reißfestigkeit von Bändern und Sehnen, für die Flexibilität der Knochen, die Druckresistenz der Gelenkknorpel, die Elastizität der Blutgefäße und die Spannkraft der Haut. Kollagen gibt uns also nicht nur ein jugendliches Aussehen, sondern sorgt auch für den Erhalt unseres Bewegungsapparates und für die Funktion unserer Organe. Der Verlust von Kollagen ist demnach verantwortlich für unsere Alterung.

Warum verliert unser Gewebe seine Elastizität?

Der Kollagengehalt im Körpergewebe nimmt mit zunehmendem Alter ab.  Die Kollagenbildung in der Haut beispielsweise verringert sich bereits ab dem 25. Lebensjahr. Zusätzlich verlieren die Kollagenfasern die Fähigkeit, Wasser einzulagern. Die Gewebespannung geht dadurch verloren, was in der Haut zur Faltenbildung führt. Durch die Falten bekommt die Haut eine größere Oberfläche, aufgrund dessen mehr Feuchtigkeit aus der Haut verdunsten kann. Der erhöhte Feuchtigkeitsverlust sorgt zusätzlich für weniger Elastizität und für tiefere Falten.

Kollagenfasern sind nicht direkt unter der Hautoberfläche gelagert, sondern befinden sich in tieferen Hautschichten, der sogenannten Lederhaut. Äußere Faktoren wie UV-Strahlung und Umweltgifte führen dazu, dass die Kollagenstrukturen abgebaut werden. Die UV-A-Strahlen unseres Sonnenlichts beispielsweise dringen bis in die Lederhaut vor und können an den Kollagenfasern Schäden verursachen. Auch im Solarium treffen wir meist auf UVA-Strahlung. Häufige Sonnenbäder sorgen also dafür, dass unsere Haut noch früher seine Spannkraft verliert, als es normalerweise der Fall wäre. Zu viele freie Radikale in unserem Organismus, z. B. durch negative Einflüsse aus unserer Umwelt, führen ebenfalls zu Schädigungen am Kollagengerüst.

Müssen wir unserem Körper Kollagen zuführen?

Kollagen stellt unser Körper selbst her. Das geht aber nur, wenn ausreichend Vitamin C in unserem Organismus zur Verfügung steht. Dennoch lässt natürlicherweise die körpereigene Kollagenproduktion mit zunehmendem Alter nach. Durch einen gesunden Lebensstil und eine ausgewogene Ernährung mit ausreichender Zufuhr von Nährstoffen, kann dieser Prozess herausgezögert werden. Nicht nur Vitamin C, auch verschiedene pflanzliche Inhaltsstoffe beeinflussen den Kollagenstoffwechsel positiv. Ist die Ernährung zu säurelastig, verliert das Bindegewebe sein Wasserbindevermögen und büßt somit auch an Elastizität ein. In einer gesunden ausgewogenen Ernährung mit viel Obst und Gemüse werden die mit der Nahrung zugeführten Säuren neutralisiert.

Viele Menschen sind unglücklich über die sichtbaren Anzeichen, also die mit dem Kollagenverlust einhergehende Hautalterung. Eine Möglichkeit, die entstandenen Falte aufzupolstern, besteht darin, sich Kollagen unter die Oberhaut der jeweiligen Falte spritzen zu lassen. Der glättende Effekt ist sofort sichtbar, hält aber nur wenige Monate an. Auch ist eine allergische Reaktionen auf das körperfremde Kollagen möglich.

Auch sind Cremes oder Hautseren, welche Kollagen enthalten, eine Option. Dieses Kollagen bewirkt eine Bindung von Feuchtigkeit in der oberen Hautschicht. Sie wirkt dadurch glatter, weicher und geschmeidiger. Das Kollagen, welches wir von außen auf die Haut auftragen, kann allerdings nicht bis in die Lederhaut vordringen, also in die Hautschicht, wo sich das körpereigene Kollagen befindet. Der Effekt durch kollagenhaltige Cremes kann also nur so lange erzeugt werden, wie die Creme auch angewendet wird. Eine Kollagenneubildung kann durch diese Maßnahmen nicht erreicht werden. Der Verlust an körpereigenem Kollagen kann auf diese Art und Weise also nicht ausgeglichen werden und eine Wiederherstellung der Hautelastizität ist daher ebenfalls nicht zu erwarten.

Mittlerweile werden auch Kollagene zum Einnehmen angeboten, die über die Blutbahnen in die tieferen Hautschichten und in andere Gewebe wie Muskeln, Gelenke und Knorpel gelangen. Sie können die Hautalterung also an der Ursache angehen, indem sie die Kollagenproduktion in unserem Körper anregen. Die Strukturen des Kollagengerüsts können sich wieder stabilisieren. Die Haut strafft sich und kann wieder besser Feuchtigkeit speichern. Nahrungsergänzungsmittel, zu denen auch Präparate mit Kollagen-Peptiden gehören, sind jedoch kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise – sie können diese lediglich ergänzen.

Kollagene nicht nur für die Haut

Bindegewebe und damit Kollagenstrukturen haben wir nicht nur in unserer Haut, sondern überall in unserem Körper. Daher ist ein Verlust an Kollagen nicht nur mit der Alterung der Haut verbunden, sondern auch mit der Beeinträchtigung unseres Bewegungsapparates und der Funktionsminderung der Organe. Die Einnahme von Kollagen-Peptiden kann daher z. B. auch zu einer Verbesserung der Knorpelstruktur führen und sich somit positiv auf Gelenkerkrankungen auswirken. Kollagene zum Einnehmen können so zur Schmerzreduktion und Verbesserung der Beweglichkeit beitragen.

Kollagen-Präparate, die das Kollagen über die Einnahme in die tieferen Hautschichten transportieren, finden Sie auch bei uns im DocMorris Shop: