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Gesundheit

Winterdepression – Das können Sie gegen den Winterblues tun

Leiden Sie im Winter unter einer melancholischen Stimmung und sind ohne ersichtlichen Grund antriebslos oder niedergeschlagen? Wenn diese Stimmung länger anhält, kann es sich um eine Winterdepression handeln. Die Anzeichen einer Winterdepression zeigen sich typischerweise in den Herbst- und Wintermonaten und bilden sich im Frühjahr wieder zurück.

Wodurch entsteht eine Winterdepression?

Die gedrückte Stimmung im Winter hängt vor allem mit der geringen Tageslichtzufuhr zusammen. Der Körper produziert bei fehlendem Tageslicht weniger Vitamin D, denn das wertvolle Vitamin wird bei Sonnenlicht in der Haut gebildet. Vitamin-D-Mangel kann zu Konzentrationsschwäche und Ermattung führen. Hinzu kommt, dass durch die mangelnde Lichtzufuhr mehr Melatonin gebildet wird. Die Augen nehmen weniger Licht über die Netzhaut auf, was dafür sorgt, dass der Körper das stimmungserhellende Serotonin ins „Schlafhormon“ Melatonin umwandelt. Diese verstärkte Melatoninbildung begünstigt ebenfalls eine Depression im Winter: Betroffene fühlen sich müde und erschöpft. Es können auch körperliche Beschwerden wie Rückenschmerzen oder ein Schweregefühl in den Extremitäten hinzukommen.

Neben den oben genannten Symptomen treten beim Winterblues auch häufig Heißhungerattacken und eine damit verbundene Gewichtszunahme auf, zudem haben Betroffene ein vermehrtes Schlafbedürfnis. Dies ist atypisch für eine Depression, da ansonsten eher Appetitverlust sowie Ein- und Durchschlafstörungen vorkommen.

Behandlungstipps: Das hilft gegen eine Winterdepression

Leiden auch Sie unter diesen Beschwerden? Mit den folgenden Tipps können Sie aktiv gegen den Winterblues angehen und Ihre Stimmung aufhellen:

Tipp 1: Bewegen Sie sich regelmäßig im Freien und gehen Sie möglichst häufig in der Wintersonne spazieren. Forscher haben herausgefunden, dass schon ein kurzer Spaziergang von etwa 20-30 Minuten ausreicht, um den Körper mit Vitamin D zu versorgen. Hierbei ist allerdings wichtig, dass Gesicht und Arme der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt sind.

Tipp 2: Eine weitere Möglichkeit ist die Lichttherapie mit einer Tageslichtlampe: Dabei hemmt die UV-B-Strahlung die Melatoninbildung und regt den Körper dazu an, mehr vom „Glückshormon“ Serotonin zu produzieren. Ein Besuch im Sonnenstudio hilft in diesem Fall übrigens nicht weiter, denn das Licht muss über die Netzhaut der Augen aufgenommen werden – im Solarium sind diese aber mit einer Schutzbrille verdeckt.

Tipp 3: Wer regelmäßig Sport treibt und sich viel bewegt, senkt das Risiko für eine Winterdepression. Besonders Ausdauersport wie Joggen wirkt antidepressiv. Eine Studie, die im „American Journal of Psychiatry“ veröffentlicht wurde, belegt die positiven Auswirkungen auf den Körper. Unabhängig von Gewicht und Alter setzt der Körper bei sportlicher Betätigung verschiedene Botenstoffe frei, die sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken und einer Depression im Winter entgegenwirken.

Tipp 4: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, um Ihren Körper zu stärken und mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Übrigens: Scharfes Essen kann das Gemüt erhellen. Das natürliche Alkaloid Capsaicin, das beispielsweise in Chili enthalten ist, setzt durch den Schärfereiz sofort Endorphine frei.

Psychologische Unterstützung bei Depressionen

Hilfe bei einer Winterdepression

Leiden Sie unter einer Depression im Winter? Wenn die Symptome länger anhalten, sollten Sie sich von einem Psychologen helfen lassen, um aus der negativen Gedankenspirale herauszukommen.

Leider beträgt die Wartezeit für einen Therapieplatz häufig mehrere Monate. Das Selfapy Online-Programm unterstützt Sie dabei, diese Wartezeit mit einem Online-Kurs zu überbrücken. Erfahrene Psychologen stehen Ihnen telefonisch oder im Chat zur Seite. Informieren Sie sich jetzt in einem kostenlosen Telefongespräch über den Selfapy Depressionskurs – ganz unkompliziert und ohne Wartezeit. Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten für den Selfapy Depressionskurs bereits.