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Phosphor – wichtig für Knochen und Zähne

Phosphor ist ein Mengenelement, das über die Nahrung als Phosphat aufgenommen wird. Es unterstützt viele wichtige Funktionen in unserem Körper und ist somit ein wichtiger Baustein für unsere Gesundheit. Was Sie sonst noch alles über Phosphor und seine Wirkungsweise in unserem Organismus wissen sollten, erfahren Sie in unserem Beitrag.

Funktionen von Phosphor in unserem Körper

Der größte Teil des in unserem Körper befindlichen Phosphors ist in unserem Skelett und den Zähnen eingelagert. Nur ein sehr geringer Teil befindet sich im Blut, der Rest in anderen Geweben. In den unterschiedlichen Teilen unseres Körpers ist es an unzähligen Funktionen beteiligt. Hier ein paar Beispiele:

  • Zusammen mit Calcium sorgt es für die Stabilität und Festigkeit der Knochen und Zähne
  • Phosphor ist ein Baustein der Erbsubstanz
  • Aufbau der Zellwände
  • Signalübermittlung innerhalb von Körperzellen
  • Aufrechterhaltung des pH-Wertes
  • Beteiligt am Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel
  • Bildung von Enzymen
  • Aktivierung von Hormonen
  • Energiebereitstellung und Energiespeicherung in den Zellen

Unser Bedarf an Phosphor

0 – 4 Monate 120mg/Tag
4 – 12 Monate 300mg/Tag
1 – 4 Jahre 500mg/Tag
4 – 7 Jahre 600mg/Tag
7 – 10 Jahre 800mg/Tag
10 – 19 Jahre 1250mg/Tag
ab 19 Jahre 700mg/Tag
Schwangere 800mg/Tag
Stillende 900mg/Tag
Schwangere und Stillende <19 Jahre 1250mg/Tag

Welche Lebensmittel liefern Phosphor?

Phosphor kommt in nahezu allen Lebensmitteln vor, vor allem in eiweißreichen. Phosphor aus Lebensmitteln tierischer Herkunft ist für den menschlichen Körper meist besser verwertbar als aus pflanzlichen, da es in pflanzlichen Lebensmitteln meist gebunden vorliegt und erst gelöst werden muss, damit es vom Körper aufgenommen werden kann.

  • Tierische Lebensmittel: Fisch, Fleisch, Eier, Milch und Milchprodukte.
  • Pflanzliche Lebensmittel: Getreide und Getreideprodukte, Sojabohnen, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst, Nüsse.
  • Sonstige Lebensmittel: Cola

Folgen einer Phosphor-Unterversorgung

  • Wachstumsstörungen
  • Rachitis = Knochenerweichung (Störung des Knochenstoffwechsels im Kindesalter)
  • Deformationen des Skeletts
  • körperliche Schwäche
  • Übelkeit und Erbrechen mit Gewichtsverlust
  • Muskelfunktionsstörungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Vitamin-D-Mangel
  • Infektionsanfälligkeit

Eine ernährungsbedingte Unterversorgung kommt bei gesunden Menschen nicht vor. Nicht nur, weil Phosphor in fast allen Lebensmitteln vorkommt, sondern auch, weil Phosphat als Zusatzstoff häufig in verarbeiteten Produkten eingesetzt wird. Es dient dabei unter anderem als Antioxidationsmittel (= Stoffe, die in der Lage sind, schädliche Folgen der sich im Organismus abspielenden Oxidationsprozesse zu verringern), Säureregulator (=Stoff zur Konstanthaltung des pH-Wertes), Emulgator (=Stoff zur Verbindung zweier nicht miteinander mischbarer Flüssigkeiten), Backtriebmittel und Konservierungsstoff.

Folgen einer Überdosierung

  • Verkalkungen der Nieren, Blutgefäße, Gelenke und Muskulatur
  • Übererregbarkeit der Muskeln und Nerven mit schmerzhaften Muskelkrämpfen
  • Herzrhythmusstörungen
  • niedriger Blutdruck
  • Nebenschilddrüsenüberfunktion

Überflüssiges Phosphor wird normalerweise mit dem Urin ausgeschieden. Zu einer Überdosierung kommt es nur bei Nierenfunktionsstörungen oder einer Unterfunktion der Nebenschilddrüsen.

Welche Umstände können den Phosphor-Haushalt im Körper stören?

  • Eine reduzierte Phosphataufnahme: Für die Aufnahme von Phosphor in den Körper ist eine ausreichende Versorgung mit Eiweiß notwendig.
  • Calciummangel, weil dabei Calcium aus den Knochen gelöst wird und damit gleichzeitig auch Phosphor freigesetzt wird.
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Überfunktion der Schilddrüse und Nebenschilddrüsen
  • Darmerkrankungen
  • Diabetische Ketoacidose = Übersäuerung des Blutes
  • Vitamin-D-Mangel
  • Hohe Zink und Eisenaufnahme senken die Aufnahme von Phosphor
  • Fructosereiche Ernährung führt zu einer negativen Phosphatbilanz, d. h. die  Phosphatausscheidung übersteigt die Phosphataufnahme
  • Knochentumor
  • Alkoholkrankheit

Welche Medikamente haben Einfluss auf die Phosphor-Versorgung?

  • Diuretika, weil durch eine erhöhte Urinausscheidung auch vermehrt Phosphor ausgeschieden wird.
  • säurebindende Arzneimittel (Antazida)
  • Abführmittelmissbrauch
  • Chemotherapie

Zusatzinformationen

Colagetränke sollten wegen der enthaltenen Phosphorsäure nicht zu viel getrunken werden. Phosphorsäure kann, genau wie Zitronensäure in Limonaden und Fruchtsäure in Fruchtsaft, den Speichel sauer machen und so den Zahnschmelz schädigen. Putzt man dann auch noch zu schnell nach dem Trinken die Zähne, wird der schon angegriffene Schmelz weiter geschädigt.

Da Phosphorsäure mit Calcium unlösliche Komplexe bildet, sollten vor allem Kinder und Jugendliche nicht regelmäßig und in zu großen Mengen Cola trinken, da sich dies negativ auf den Knochenaufbau und die Knochendichte auswirkt.

Bei chronischer Niereninsuffizienz muss der Patient auf eine phosphorarme Ernährung achten. Dies wird in der Regel durch eine Einschränkung der Proteinzufuhr erreicht.

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